Egal ob du leidenschaftlich Ski fährst oder auf dem Snowboard unterwegs bist – Kratzer und Beschädigungen am Belag sind fast unvermeidlich. Kleine Macken stören nicht nur die Optik, sondern können auch die Fahreigenschaften und die Geschwindigkeit auf der Piste beeinträchtigen. Mit der richtigen Technik lassen sich Schäden jedoch einfach und effektiv beheben. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deinen Ski- oder Snowboard-Belag professionell reparierst – Schritt für Schritt.
1. Den Belag gründlich reinigen
Bevor es an die eigentliche Reparatur geht, ist die gründliche Reinigung des Belags das A und O. Nur auf einem sauberen, trockenen Belag haftet das Reparaturmaterial zuverlässig.
Bürsten: Verwende eine Bronzebürste – idealerweise eine Rotorbürste. Diese entfernt Schmutzpartikel effizienter als manuelle Bürsten. Führe die Bürste gleichmäßig über den Belag, um Staub, Wachsreste und kleine Partikel zu lösen.
Nachwischen: Wische die Fläche anschließend mit einem sauberen Tuch ab. Bei Bedarf kannst du etwas Wachs-Ex verwenden, um besonders hartnäckige Rückstände zu entfernen.
Trocknen lassen: Warte, bis der Belag vollständig trocken ist. Erst dann kann die Reparatur beginnen.
Tipp: Ein sauberer Belag verhindert nicht nur, dass Schmutz ins Reparaturmaterial eingeschlossen wird, sondern sorgt auch dafür, dass das Ergebnis langfristig hält.
2. Die RP500 Reparaturpistole
Für kleinere bis mittlere Kratzer ist die Reparaturpistole RP500 ein echter Allrounder. Sie ist ideal für schnelle, provisorische Reparaturen und sorgt dafür, dass das Material gleichmäßig in den Belag einzieht.
Aufheizen: Schließe die RP500 an den Strom an und stecke den Reparaturstick in die Pistole. Lasse sie 5–10 Minuten aufheizen. Je länger die Pistole auf Temperatur ist, desto besser verbinden sich das Material und der Belag.
Bereit zum Auftragen: Sobald die Pistole die Betriebstemperatur erreicht hat, kannst du mit der eigentlichen Reparatur starten.
Tipp: Drücke einen Tropfen des Reparaturmaterials auf ein Tuch bevor du mit der Reparatur startest. Anhand des Tropfens kannst du die Aushärtung des Materials auf dem Ski vergleichen.
3. Den Kratzer füllen
Nun beginnt der spannendste Teil: das Auffüllen der beschädigten Stelle.
Material auftragen: Halte die Düse der RP500 leicht über den Kratzer und drücke den Abzug. Das Material fließt in die beschädigte Stelle.
Einreiben: Verwende die abgeflachte Düse, um das Material gleichmäßig in den Kratzer zu reiben. Die Hitze sorgt dafür, dass sich das Reparaturmaterial mit dem Belag verbindet.
Trocknen lassen: Lasse das Material vollständig aushärten.
Tipp: Arbeiten in kleinen Abschnitten verhindert, dass Material ungleichmäßig verteilt wird oder vor dem Verteilen antrocknet.
4. Überschüssiges Material entfernen
Nachdem das Reparaturmaterial ausgehärtet ist, ist der Belag oft uneben. Mit einem Belagabzieher stellst du die glatte Oberfläche wieder her.
Abziehen: Setze den Belagabzieher an der reparierten Stelle an.
Leichter Druck: Fahre mit leichter Neigung und etwas Druck über die Fläche.
Glätten: Wiederhole den Vorgang, bis das überschüssige Material abgetragen ist und der Belag wieder eine glatte Oberfläche hat.
Tipp: Kontrolliere die Fläche nach dem Abziehen noch einmal mit der Hand – sie sollte sich gleichmäßig und glatt anfühlen.
5. Abschluss und Pflege
Nach der Reparatur ist der Belag wieder einsatzbereit. Du kannst nun deinen Skibelag oder Snowboardbelag wachsen.
Fazit
Mit sauberer Vorbereitung, der richtigen Technik und der passenden Reparaturpistole lassen sich Kratzer und Beschädigungen am Ski- oder Snowboard-Belag schnell und zuverlässig beheben. Ein gepflegter Belag sorgt nicht nur für bessere Gleiteigenschaften und hilft die Steuerbarkeit des Skis zu gewährleisten, sondern verlängert auch die Lebensdauer deiner Ausrüstung und das Eindringen von Feuchtigkeit in den Kern.
Hier kannst du den ganzen Vorgang auch als Video anschauen: